Sonntag, 29. Juni 2014

Alles muss anders!

Da hatten wir nun dieses wundervolle Kinderzimmer eher lieblos eingerichtet, wie ich fand. In meinem Kopf sprudelte es ja glücklicherweise nur so vor Ideen und Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings wurden wir ein wenig von der zweiten Schwangerschaft überrascht und so wurde noch einmal alles gründlich über den Haufen geworfen. Bis zum April/Mai 2012 hangelten wir uns irgendwie mit dem Zimmer, aber dann riss mein Geduldsfaden endgültig und die schwangerschaftlichen Hormone taten ihr Übriges dazu. Ich bekam einen Rappel und alles musste neu. Wie blöde durchsuchte ich das Internet nach passenden Tapeten. Wir kannten ja inzwischen das Geschlecht unseres zweiten Wunders, was die Wahl des Wandkleides nicht gerade vereinfachte. Ein Zimmer für ein Mädchen und einen Jungen einrichten... Ich stand wirklich vor einer Herausforderung. In einem Shop wurde ich dann fündig und bestellte sofort die auserwählte Tapete.

Möge das Chaos beginnen! Abriss der alten Tapete.

Es vergingen ein paar Wochen, mein Bauch wurde immer runder und ich immer unbeweglicher. Die Zeit drängte. Doch es gab ein Problem: Der Lieblingsmann und ich hatten noch nie tapeziert und mein Papa war gerade nicht greifbar. Diese Zwickmühle ließ sich schwieriger lösen, als es jetzt vermuten lässt. Für einen Meister dieses Fachs hatten wir kein Geld. Einfach drauf los tapezieren wollten wir auch nicht. Warum eigentlich wir? Ich steige unschwanger auf keine Leiter, schwanger erst recht nicht. Davon abgesehen hätte zu diesem Zeitpunkt mein Gewicht die Leiter geschrottet. Also musste sich der Lieblingsmann alleine kümmern, aber dabei strikt nach meinen Anweisungen handeln. Ungerecht, ich weiß. Es ist auch eher mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Löcher... Überall tiefe Krater. Wenn mit der Tapete auch die Wand runter kommt...

Kurz vor panischer Aufgabe und einem hormonell bedingten Nervenzusammenbruch meinerseits, meldeten sich dann doch noch zwei Leute, die uns helfen wollten. Und so kam es, dass innerhalb einer Woche - in mühevoller Abrissarbeit und Kleberei - die alte Tapete auf dem Fußboden und die neue an der Wand landete. Ich konnte mein Glück kaum fassen und fand zu meinem alten Tatendrang zurück.

Das Ende der Vorarbeit: Abreißen, Spachteln, Schleifen...  Und die Nerven lagen blank.

Fertig. Mit der Tapete. Mit den Kräften. Mit den Nerven. Mit der Welt.

Unglaublich motiviert und mit dem vollen Ideenpaket im Kopf, dirigierte ich den Lieblingsmann und die Möbel in die richtigen Ecken, stellte um, nagelte an die Wände, hing auf, schmückte und schob alles, was ich nur finden konnte.

Aber das zeige ich euch ein anderes Mal.

1 Kommentar:

  1. Die Farben sind so wunderschön <3 Ja so einen Raum so renovieren ist eine Heidenarbeit.

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